Dienstag, 23. August 2016

Vorsicht vor Grapefruit! - Wechselwirkungen



Medikamente und Lebensmittel vertragen sich nicht immer: Forscher haben herausgefunden, dass Grapefruitsaft die Wirkung von über 25 Arzneimitteln beeinflusst.


Wechselwirkung mit anderen Medikamenten – theoretisch müssten unter dieser Rubrik des Beipackzettels von Arzneien künftig auch Lebensmittel wie Müsli, Grapefruitsaft oder Lakritze stehen. Forscher kommen dem Zusammenspiel von Nahrung und Medikamenten immer mehr auf die Spur. Besonders brisant: Pampelmusensaft. Der saure Vitamin-C-Lieferant kann in Kombination mit Arzneimitteln lebensbedrohliche Symptome auslösen. Auch Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Kost, gemeinhin grundlegend für eine „gesunde“ Ernährung, können in Kombination mit Arzneimitteln krank machen.

Tipps für die Medikamenteneinnahme:

Antibiotika nicht mit Mineralwasser oder kalkreichem („harten“) Leitungswasser einnehmen. Kalzium und der Antiobiotika-Wirkstoff verklumpen im Darm. So verliert das Arzneimittel seine Wirksamkeit. Ebenfalls tabu: Milchprodukte.

Gyrasehemmer, eine spezielle Antibiotika-Klasse, verstärken die Wirkung von Koffein. Wer diese Medikamente mit Tee, Kaffee oder Cola einnimmt, muss mit Schlaflosigkeit, Unruhe und starkem Herzklopfen rechnen.

• Vorsicht vor Grapefruitsaft: In Kombination mit Heuschnupf-Präparaten kann der Saft der Pampelmuse lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Wer mit dem sauren Getränk Tabletten gegen Kopfschmerzen herunterspült, muss mit Herzrasen rechnen. Gemeinsam mit Schlafmitteln erzeugt Grapefruitsaft Symptome, die einem Vollrausch ähneln. Die Pampelmuse verstärkt auch Arzneimittelwirkungen, etwa die von Mitteln gegen hohen Blutdruck und blutfettsenkenden Präparaten.

• Viele Schmerztabletten verlieren ihre Wirksamkeit durch Müsli, Vollkornbrot, Rohkost und andere stark ballaststoffreiche Nahrungsmittel.

Lakritze in Kombination mit der Anti-Baby-Pille steigert den Blutdruck und kann zu Ödemen und Kaliummangel führen.

Tomatensaft verstärkt die blutverdünnende Wirkung von Aspirin.

Immunsuppressiva, also Medikamente, die zum Beispiel nach einer Organtransplantation das Immunsystem in Schach halten, verlieren durch Wein ihre Wirkung.

Quelle: Ärztliche Praxis / Focus.de


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