Dienstag, 23. August 2016

Rosenkohl - zarte Knospen mit viel Geschmack




Beim Kauf sollten die Röschen fest und geschlossen sein.
Ob als Beilage, Auflauf oder in der Gemüsesuppe: Mit seinem würzig-nussigen Geschmack gehört Rosenkohl bei uns zu den beliebtesten heimischen Wintergemüsesorten. Im Vergleich zu anderen Kohlsorten zählt er zu den relativ jungen Gemüsearten: Erst im 19. Jahrhundert verbreitete er sich in Europa. Dort wurde er zuerst er in Belgien angebaut, weshalb er bis heute auch den Namen "Brüsseler Kohl" oder "Brüsseler Sprossen" trägt.

Frost verbessert das Aroma


Die kleinen Köpfe wachsen dicht am Stiel der Kohlpflanze.
Die kleinen runden Köpfe sind keine eigenen Kohlköpfe, sondern die Knospen der Rosenkohlpflanze. Diese wachsen zu Dutzenden am Stiel der Pflanze. Wie alle Kohlsorten ist auch Rosenkohl sehr gesund: Er enthält etliche Mineralstoffe, außerdem verschiedene B-Vitamine sowie viel Vitamin C. Ähnlich wie Grünkohl verbessert auch Rosenkohl seinen Geschmack, wenn die Pflanze Frost oder kalten Temperaturen ausgesetzt war. Ein Teil der enthaltenen Stärke wandelt sich dann in Zucker um, der Kohl wird aromatischer und milder.

Rosenkohl einkaufen und zubereiten

Als klassisches Wintergemüse hat Rosenkohl etwa von September bis in den März hinein Saison. Der frühe Rosenkohl hat dabei meist hellgrüne Blätter, später geerntete Sorten sind eher dunkelgrün. Seltener zu finden ist lilafarbiger Rosenkohl. Diese Variante unterscheidet sich geschmacklich nicht vom grünen Rosenkohl. Frischen Rosenkohl erkennt man an festen, geschlossenen Röschen ohne welke oder gelbe Blätter. Die Schnittflächen an den Strünken sollten glatt und hell sein.

Rosenkohl sollte nicht zu lange gekocht werden, sonst wird er schnell matschig.
Vor dem Kochen die äußeren Blätter entfernen, den Strunk zurückschneiden und kreuzweise einschneiden. So garen das Innere der Röschen und die äußeren Blätter gleich schnell. Den Rosenkohl in Salzwasser je nach Größe etwa acht bis zwölf Minuten kochen. So bleiben die Röschen fest und haben noch etwas Biss. Wer den intensiven Kohlgeschmack ein wenig abmildern möchte, gibt etwas Zucker oder Milch in das Kochwasser. Menschen mit empfindlichem Magen können ihn auch mit etwas Kümmel oder Fenchelsamen zubereiten, um ihn bekömmlicher zu machen. Als Beilage serviert schmeckt Rosenkohl sehr gut mit etwas Butter und Muskatnuss oder wahlweise einigen angerösteten Mandelblättern. Auch als Auflauf oder Quiche sowie püriert als feine Suppe macht er sich hervorragend. Eine weitere Möglichkeit der Zubereitung ist es, die Blätter einzeln abzutrennen und kurz zu blanchieren. Danach die Blätter in der Pfanne kurz anbraten oder nach Belieben mit anderem Gemüse vermischt als Salat servieren. Sehr gut passen dazu auch angebratene Apfelspalten.

Richtig lagern

Rosenkohl hält sich nicht so lange wie andere Kohlsorten. Im Kühlschrank ist er etwa vier Tage haltbar. Frischer Rosenkohl lässt sich aber auch sehr gut einfrieren. Dazu die geputzten Röschen zuvor etwa fünf Minuten blanchieren und leicht trocken tupfen.

Quelle: NDR.de

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